Die Homöopathie, eine natürliche Medizin

Geschichte und Grundsätze der Homöopathie

Was sie schon immer über Homöopathie wissen wollten

Die Homöopathie wird Samuel Hahnemann zugeschrieben (1755-1843). Er wurde unter anderem von Hippokrates inspiriert, der 460 v. Chr. geboren wurde und den Grundsatz: „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“ geprägt hatte.

Wie ist die Homöopathie entstanden?

Hippokrates wurde 460 v. Chr. geboren und prägte das Grundprinzip: „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden.“ Samuel Hahnemann, Arzt und Urheber der Homöopathie stellte 1754 fest, dass die Einnahme einer niedrigen Dosis Chinin bei ihm die Symptome auslöste, die mit den Krankheitssymptomen identisch waren. Auf dieser Erfahrung begründete er das Ähnlichkeitsprinzip, den wichtigsten Grundsatz der Homöopathie. Der zweite Grundsatz ist die Potenzierung; d.h. die Verdünnung und Energetisierung der Ausgangssubstanz.

Kennen Sie das Ähnlichkeitsprinzip?

Die Homöopathie beruht auf diesem Grundsatz. Um Beschwerden zu heilen, müssen Heilsubstanzen in verdünnter Form gesucht werden, die beim Gesunden die Symptome hervorrufen, die sie heilen sollen. Beispiel: Apis mellifica auf der Basis von Bienengift wirkt gegen Schwellungen und Rötungen, die durch Kälte gelindert werden können.

Wie werden die homöopathischen Arzneimittel hergestellt?

Man entnimmt einen Teil einer Urtinktur pflanzlichen Ursprungs und verdünnt ihn mit 99 Teilen Wasser. Auf diesen Verdünnungsschritt folgt eine energetische Aufladung auf der Basis von 100 kräftigen Verschüttelungen. Die Dynamisierung basiert auf diesen zwei Etappen, der Verdünnung und der Verschüttelung. Dadurch erhält man die Potenz 1CH, die Centesimalpotenz von Hahnemann. Um höhere Potenzen herzustellen, entnimmt man wiederum einen Teil dieser Lösung mit der Potenz 1CH und wiederholt die genannten Verarbeitungsschritte. So werden die Potenzen 2CH bis zu 30CH hergestellt. Bei der Korsakoff-Methode wird das Glas nach jedem Gebrauch gelehrt und erneut mit Wasser gefüllt. Während des gesamten Herstellungsprozesses wird das gleiche Glas verwendet. Der Prozess kann 200, 1000, 10’000 oder 1’000 000 Mal ausgeführt werden, um Hochpotenzen herzustellen: 200K, MK, XMK oder MMK.

Wie wird ein homöopathisches Heilmittel ausgewählt?

Das homöopathische Heilmittel wird aufgrund von folgenden Symptomen ausgewählt:

  • Physische und psychische (emotionale, mentale)
  • Objektive (mess- und beobachtbar)
  • Subjektive (vom Patienten gefühlt)
  • Aktuelle und frühere
  • Persönliche und familiäre

Das homöopathische Heilmittel wird aufgrund der genannten Symptomatik und nicht auf der Basis einer diagnostizierten Krankheit verschrieben.

Was bedeutet eine hohe homöopathische Verdünnung?

Dieser Begriff bezieht sich auf den Herstellungsprozess der homöopathischen Heilmittel, der darin besteht, die Ursubstanz in Abhängigkeit des gewünschten Verdünnungsgrades schrittweise zu verdünnen. Zwischen jedem Verdünnungsschritt wird die Mischung hundertmal geschüttelt, dieser Prozess wird Dynamisierung genannt.

Wie werden die homöopathischen Arzneimittel eingenommen?

Die Heilmittel stehen in verschiedenen galenischen Formen zur Verfügung, doch die häufigsten sind Globuli und Tropfen. Die Globuli sollten im sauberen Mund unter der Zunge zergehen und die Tropfen werden mit Wasser verdünnt. Man kann mit der gleichen Anzahl an Globuli sowohl ein Pferd als auch eine Katze und sowohl ein Baby als auch einen älteren Patienten behandeln, denn es besteht keine Beziehung zwischen der Quantität der eingenommenen Globuli und ihrem Wirksamkeitsgrad. Das homöopathische Heilmittel ist wie ein Schlüssel, der die Tür zum Ähnlichkeitsgesetz öffnet.

Wie schnell wirkt die Homöopathie?

Wenn das richtige Heilmittel eingenommen wird, wirkt das Heilmittel, sobald die Globuli im Mund zergangen sind. Wenn Sie nach zwei bis drei Einnahmen keine Besserung verspüren, raten wir Ihnen, das Mittel abzusetzen, da es offensichtlich ungeeignet ist. Eine erneute Einnahme des Heilmittels ist nur dann nötig, wenn die Symptome wieder auftreten. Sobald die Symptome verschwinden, wird die Einnahme beendet. Eine homöopathische Behandlung ist persönlich auf Sie abgestimmt und wird mit dem Ziel verschrieben, Ihr gesundheitliches Gleichgewicht wiederherzustellen und Sie zu heilen. Wenn Sie sich selbst behandeln wollen, müssen Sie sich gut kennen und auch über einen gewissen medizinischen Sachverstand verfügen. Falls Sie keine Heilergebnisse erzielen, ist die Hilfe eines Mediziners unerlässlich.

Welche Heilmittel sollten Sie zuhause haben?

Es gibt rund 30 bis 40 Arzneimittel, die sehr häufig verwendet werden und die Sie in Ihrer Apotheke finden können. Zusätzlich stehen homöopathische Hausapotheken im Angebot, denen eine Beschreibung der darin enthaltenen Heilmittel beiliegt.

Ausserdem ist es notwendig, über leicht verständliche und übersichtliche Bücher zum Thema Homöopathie zu verfügen.